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Vorträge

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Das Modernisierungsprogramm des Grafen Philipp Ludwig II. Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau
Di. 06.09.2022 19:30
Hanau

Ein Werk für die Zukunft: Das Modernisierungsprogramm des Grafen Philipp Ludwig II. Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg hatte ein großes Ziel: Im Konzert der großen und kleinen Reichsstände wollte er seiner Grafschaft den angemessenen Platz sichern. Diesem Zweck dienten die fünf großen Projekte seiner Regierungszeit. Am Ende des 16. Jahrhunderts stand die Grafschaft Hanau kurz vor dem Bankrott. Die überwiegend aus Landwirtschaftsprodukten bestehenden Einnahmen ließen sich nicht steigern. Deshalb musste die Bevölkerungsstruktur verändert werden - gesucht wurden Untertanen, die Abgaben in Geld leisteten. Erreicht wurde das durch die Gründung der Neustadt und die Ansiedlung einer jüdischen Gemeinde. Die bisher kaum geordnete Verwaltung erhielt eine leistungsfähige, dreigeteilte Struktur: Die Kammer war für das Finanzwesen zuständig, das Konsistorium für Kirchen und Schulen und die Kanzlei für die eigentlich politischen Fragen. Die Hohe Landesschule bildete fähige und vor allem loyale Beamte aus, und ein neues Schloss sollte den repräsentativen Rahmen schaffen. Für die Zukunft ist dadurch ein sicheres Fundament gelegt worden, das bis zum Ende des Alten Reiches, also für über 200 Jahre, nur wenig verändert bestehen blieb.

Kursnummer 10901
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Südafrika nach dem Ende der Apartheid
Di. 13.09.2022 19:30
Hanau

Südafrika nach dem Ende der Apartheid Achtung Terminänderung: Vortrag am 13. September 2022 1994 wurde durch eine friedliche Wahl das Apartheid-Regime in Südafrika durch eine demokratische Regierung unter Präsident Nelson Mandela (1918-2013), Friedensnobelpreisträger des Jahres 1993, abgelöst. Die neue politische Ordnung startete mit großen Hoffnungen vor allem der schwarzen Bevölkerungsmehrheit auf politische und wirtschaftliche Gleichstellung. Nach anfänglichen großen Fortschritten aber kippte der Trend unter den folgenden drei Präsidenten. Heute prägen geringes Wirtschaftswachstum, erhebliche Ungleichheit, ein ineffizientes Bildungssystem, eine hohe Kriminalitätsrate und große Korruption die Situation im Land. Gibt es trotzdem noch Hoffnung auf eine gedeihliche Entwicklung in der Zukunft?

Kursnummer 10401
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Eine Festung nach niederländischer Manier Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau
Di. 20.09.2022 19:30
Hanau

Eine Festung nach niederländischer Manier für die Neustadt Hanau Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau Achtung Terminänderung: Vortrag am 20. September 2022 Ab 1597 entstand für die Planstadt Neu-Hanau eines der für die damalige Zeit modernsten Festungsysteme. Die bestehende Festung der Altstadt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde nach Süden erweitert, wobei neue Befestigungstechniken angewandt wurden, deren Impulse der Bauherr Graf Philipp Ludwig II. aus den Niederlanden und Frankreich erhalten hatte. Der Vortrag beleuchtet den Bau und die ausgefeilte Architektur der neuen Anlage zwischen Altstadt, Kinzig und Main, ihre Unterschiede zur Befestigung Alt-Hanaus und ihre Bewährung im Dreißigjährigen Krieg.

Kursnummer 10902
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Hanaus Transformation zu einem Wasserstoff-Standort Technologievortrag
Do. 22.09.2022 19:30
Hanau

Hanaus Transformation zu einem Wasserstoff-Standort Technologievortrag Der Bereich „Energiematerialien“ am Fraunhofer-Institut für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie (kurz: IWKS) entwickelt und untersucht Materialien, Bauteile und Systeme, die benötigt werden, um Hanau zu einem Zentrum für Wasserstoff-Technologien zu transformieren. Insbesondere der Aspekt „Nachhaltigkeit“ steht bei den Entwicklungen des IWKS und der Technologie-Firmen in Hanau im Fokus. Im Vortrag wird ein Blick auf die Planungen mit und um Wasserstoff in Hanau gewährt sowie der Frage nachgegangen, welche Technologien und Materialien sich für die technische Umsetzung eignen.

Kursnummer 10402
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Gebühr: kostenlos
Das Philipp-Ludwig-Denkmal von Max Wiese Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau
Di. 27.09.2022 19:30
Hanau

Das Philipp-Ludwig-Denkmal von Max Wiese zum Neustadtjuliäum 1897 Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau Die Gründung der Neustadt im Jahr 1597 durch Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg, deren 425. Jahrestag Hanau 2022 begehen kann, war das einschneidendste Ereignis in der Stadtentwicklung Hanaus. Aus der mittelalterlichen gräflichen Residenz Alt-Hanau wurde ein Ort des Handels und des Handwerks mit bald weltweiten Verbindungen und zugleich eine der modernsten Festungen ihrer Zeit. Grund also durchaus für spätere Generationen, dem adeligen Neustadtgründer 1897 ein Denkmal zu setzen. Die Vorgeschichte und das Umfeld dieses Denkmalsprojekts untersucht der Vortrag auch im Hinblick auf ein weiteres Denkmal: 1896 hatte die Stadt Hanau den beiden Sprachforschern, Märchensammlern und Demokraten Jacob und Wilhelm Grimm in deren Geburtsstadt ein Nationaldenkmal errichtet.

Kursnummer 10903
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Werner Kurz
Die Neustadt im Kontext der europäischen Planstadt Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau
Di. 04.10.2022 19:30
Hanau

Die Neustadt Hanau im Kontext der europäischen Planstadt der frühen Neuzeit Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau Die Planstadt ist keine Erfindung der Neuzeit, sondern geht in ihren Ursprüngen bis in die Antike zurück. Selbst im Mittelalter entstanden Planstädte, auch wenn dies heute aufgrund fehlender Quellen nicht mehr eindeutig nachvollziehbar ist. Doch ist davon auszugehen, dass es Überlegungen zur Ordnung des Stadtraumes gab. Die Renaissance brachte neue Möglichkeiten im Hinblick auf Darstellung, Planung und Ausführung, wobei oftmals von Einzelobjekten bzw. bestehenden Stadtstrukturen ausgegangen wurde. Insofern ist nicht von einem Gegensatz zwischen Planstädten und historisch gewachsenen Städten auszugehen, denn oftmals waren erstere auch angebunden an bereits bestehende Siedlungsstrukturen. So stellt sich die Frage, ob die sogen. „Planstadt“ überhaupt als eigener Städtetypus zu betrachten ist und nicht eher als Forschungsperspektive von neu gegründeten Städten zu sehen ist. Die Lage der Stadt, ihre Bevölkerung sowie das Stadtbild sind dabei wesentliche Kriterien. In Bezug auf die Neustadt Hanau ist nach den Vorbildern und Nachahmern ebenso zu fragen wie nach den grundsätzlichen Ideen der Planstädte, nach den Auslösern, Motiven und der Umsetzung, sprich den Aufwendungen und Unwägbarkeiten bei der Realisierung.

Kursnummer 10904
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Gebühr: kostenlos
Die Rezeption der Neustadt und ihres Gründers Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau
Di. 11.10.2022 19:30
Hanau

Hanau und ihres Die Rezeption der Neustadt Gründers, Graf Philipp Ludwig II. Jubiläum 425 Jahre Neustadt Hanau Die 1597 erfolgte Gründung der Neustadt Hanau fand bereits zeitgenössisch große und überregionale Aufmerksamkeit. Seit dem 19. Jahrhundert fehlt sie in keinem Werk der lokal- und landesgeschichtlichen Forschung. Im Vortrag soll anhand eines Ganges durch die einschlägige Literatur näher untersucht werden, wie die Entwicklung der Neustadt Hanau bewertet und insbesondere die Motivationen der Exulanten wie des Stadtgründers Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg beurteilt wurden. Es geht dabei nicht nur um eine Beschäftigung mit der fachwissenschaftlichen Literatur, sondern auch und besonders um das „Bild“ der Neustadt und ihrer Gründung sowie dessen Vermittlung. Neben Druckwerken wird deshalb auch auf bildliche Darstellungen zurückgegriffen.

Kursnummer 10905
Trauma - und dann?!
Mi. 12.10.2022 19:00
Hanau

Vortrag Trauma – und dann?! Traumatische Erlebnisse gehören zu den schwerwiegendsten Erfahrungen, die ein Mensch in seinem Leben machen kann. In Folge können sich sowohl psychische Erkrankungen als auch Suchterkrankungen entwickeln, wobei die Traumatisierung als Auslöser dieser Traumafolgestörungen in Beratung und Behandlung mitunter unentdeckt bleibt. Und was dann, wenn Menschen sich in ihrem Leid unverstanden und vielleicht nicht fachgerecht beraten und behandelt fühlen? Ziel dieses Vortrags ist es einen ersten Einblick in die Thematik zu geben, indem wir uns mit den Fragen beschäftigen: Was ist ein Trauma? Welche psychischen Traumafolgestörungen gibt es? Was ist eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) und wie macht sie sich als Traumafolgeerkrankung bemerkbar? Wie kann sich auf dem Hintergrund dieses Krankheitsbildes eine Suchterkrankung entwickeln? Neben diesen Fragen werden Informationen zu entsprechenden Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten vermittelt sowie die Zugangswege zu diesen erörtert. Nach dem Vortrag wird es die Möglichkeit zu Fragen und zur Diskussion geben. Mathias Haase, (Diakonisches Werk Hanau-Main-Kinzig, Ambulante Suchthilfe) ist Dipl.-Sozialpädagoge, Sozialtherapeut mit Schwerpunkt Sucht, Heilpraktiker für Psychotherapie, Traumatherapeut, EMDR Therapeut / Coach Diese Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig durchgeführt. Die Veranstaltung ist gebührenfrei. Der Kurs findet im VHS-Gebäude statt, Ulanenplatz 4, 63452 Hanau.

Kursnummer 30607
Mobilitätsleitbild Hanau Technologievortrag
Do. 13.10.2022 19:30
Hanau

Mobilitätsleitbild Hanau: Erste Planungen und Maßnahmen Technologievortrag Wie soll Mobilität in Hanau künftig gestaltet sein? Wie wollen wir uns in der Stadt bewegen? Wie können wir dabei Rücksicht auf die Verkehrsteilnehmer, das Klima und unsere Umwelt nehmen? Im intensiven Bürgerdialog wurden 2021 zahlreiche Anregungen gesammelt und unterschiedliche Vorstellungen diskutiert. Die Stadt Hanau stellt erste Planungen und Maßnahmen für 2022 und 2023 vor.

Kursnummer 10403
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Gerhard Wrase
Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Vortrag am 29.04.2022 im vhs Gebäude
Fr. 14.10.2022 19:00
Hanau

Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht Wer krank ist oder durch einen Unfall handlungsunfähig, braucht eine Person, die ihn vertreten darf, vorübergehend oder auf Dauer. Entweder wird ein gerichtlicher Betreuer bestellt. Oder man hat selber durch eine Vorsorgevollmacht vorgesorgt, dass einen eine Vertrauensperson betreuen darf. Patientenverfügung bedeutet, wie möchten Sie im Fall einer schweren Krankheit (nicht mehr) behandelt werden. Und dafür brauchen Sie wieder die Vertrauensperson, die Ihre Wünsche durchsetzt. Zur Vorsorge gehört auch eine erbrechtliche Regelung. Das Testament wird kurz erklärt. Wie man alles am Besten macht und worauf man achten sollte, wird in diesem Vortrag erläutert. Die erfahrene Rechtsanwältin erklärt es anhand von Beispielen aus dem wirklichen Leben. Es werden auch Tipps gegeben. Das Motto der Referentin „Einfach -für Sie-verständlich“ garantiert, dass das Thema auch für Laien wie Sie verständlich dargestellt wird. Und bringen Sie Fragen mit. Sie werden gerne beantwortet. Die Referentin ist seit 30 Jahren als Rechtsanwältin tätig. Seit 2012 hat Sie sich auf das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht spezialisiert.

Kursnummer 10406
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Gebühr: 15,00
Restauration und Vormärz 1815 bis 1848 in Deutschland und Europa
Di. 18.10.2022 19:30
Hanau

Deutschland und Europa während Restauration und Vormärz 1815 bis 1848 Die Hoffnungen der deutschen Patrioten auf ein einiges und freies Vaterland wurden auf dem Wiener Kongress (1814/15) bitter enttäuscht. Denn die Vertreter der europäischen Mächte verständigten sich darauf, die Verhältnisse der Zeit vor der Französischen Revolution in vielen Bereichen wieder herzustellen („Restauration“). Die deutsche Kleinstaaterei mit der polizeistaatlichen Unterdrückung der national-liberalen Bewegung war damit für mehr als drei Jahrzehnte festgeschrieben. Doch der oppositionelle Geist ließ sich davon nicht mundtot machen. So verdeutlichten etwa das Hambacher Fest und das Wilhelmsbader Fest von 1832, dass die national-liberale Idee zu einer Massenbewegung angewachsen war. Und nicht nur politische Fragen beförderten den Ausbruch der Revolution von 1848. Die bittere Armut, die in vielen Teilen Deutschlands herrschte und die durch Hungersnöte noch verschärft wurde, steigerte die Aufstandsbereitschaft ebenso wie die feudalen Ungerechtigkeiten auf dem Land oder die weitverbreitete Arbeitslosigkeit. So ähnlich wie in Deutschland zeigte sich die Situation auch in anderen europäischen Staaten: In Italien und Polen wollte man die Fremdherrschaft loswerden und einen Nationalstaat begründen. In Frankreich traf die Restauration der Bourbonenherrschaft auf die Ablehnung weiter Teile der Bevölkerung. Englands Interesse lag vornehmlich darin, eine kontinentaleuropäische Hegemonialmacht zu vermeiden, während Russland jegliche freiheitliche Bewegung entschieden bekämpfte. Zu all dem kamen noch viele soziale Konflikte, die durch die aufkeimende Industrialisierung noch verschärft wurden. Der Vortrag wird die politischen und sozialen Hintergründe dieser Epoche vorstellen -Hintergrund ist die 175. Wiederkehr der 48er-Revolution im kommenden Jahr - und die o. g. Ereignisse dabei besonders hervorheben.

Kursnummer 10221
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Erhard Bus
Impressionismus in der Skulptur Vortrag am 29. Oktober 2022, im vhs-Gebäude
Mo. 31.10.2022 18:00
Hanau

Impressionismus in der Skulptur Unter dem Titel „En Passant. Impressionismus in Skulptur“ stellte das Städel Museum Frankfurt im Spätsommer 2020 - als die Museen nach dem ersten großen Lockdown wieder öffnen durften - einen bis heute von Forschung und Publikum weniger wahrgenommenen Aspekt des Impressionismus vor, nämlich die Bildhauerei. Im Zentrum der sehenswerten Präsentation standen fünf Künstler: darunter sind als klingende Namen der französischen Kunst Edgar Degas (1834-1917) und Auguste Rodin (1840-1917), die als unangefochtene Koryphäen des Impressionismus gelten. Dazu gesellten sich die weniger bekannten Bildhauer Medardo Rosso (1858-1928), Paolo Troubetzkoy (1866-1938) und Rembrandt Bugatti (1884-1916). Ihre Werke, die aus internationalen Museen in Kopenhagen, London, Madrid, New York und Paris zusammengetragen wurden, vermitteln sowohl in der Themenstellung als auch in der Materialbeschaffenheit unterschiedliche Spielarten der impressionistischen Bildhauerei. Thematisch reicht das Spektrum von Porträtköpfen und Aktdarstellungen über Bewegungsstudien bis zu eindrucksvollen Tierdars tellungen. Vortrag im VHS-Gebäude Termin: Montag, 31. Oktober 2022, 18.00 - 20.15 Uhr

Kursnummer 20603
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Gebühr: 15,00
250 Jahre Zeichenakademie Hanau Jubiläum 250 Jahre Zeichenakademie Hanau
Di. 01.11.2022 19:30
Hanau

250 Jahre Zeichenakademie Hanau Jubiläum 250 Jahre Zeichenakademie Hanau Die Zeichenakademie Hanau feiert im Jahr 2022 den 250. Jahrestag ihres Bestehens. 1772 wurde sie unter Erbprinz Wilhelm IX. von Hessen-Kassel als „Academie der Zeichenkunst“ gegründet, 1866 (nachdem das Kurfürstentum Hessen an Preußen gefallen war) als „Königlich Preußische Zeichenakademie“ weitergeführt, 1880 entstand der Neubau an der Akademiestraße; seit 1949 lautet der Name der Schule „Staatliche Zeichenakademie“. Nur wenige Bildungsinstitutionen können auf eine so lange Präsenz zurückblicken. In dieser langen Zeit ergaben sich viele inhaltliche, methodische und organisatorische Veränderungen, die die Zeichenakademie immer zukunftsorientiert umgesetzt hat. Aus diesem Anlass soll ein kurzer Rückblick das kreative Schaffen der Zeichenakademie aufzeigen.

Kursnummer 10907
Auguste Renoir - Maler des Glücks Vortrag am 2. November 2022, im vhs-Gebäude
Mi. 02.11.2022 18:00
Hanau

Auguste Renoir (1841 – 1919) „Maler des Glücks “ Pierre-Auguste Renoir, bekannt als großer Impressionist und Vertreter einer neuen Malweise, die die Kunst verändert hat, ist bis heute für seine gefühlvollen Porträts und seinen Szenen von Menschen berühmt, die in Cafés, Tanzlokalen oder zur sportlichen Freizeitgestaltung zusammenkommen. Luftig, sinnlich und charmant: seine Bilder (1841–1919) sind unverwechselbar und haben ihm zurecht den Beinamen „Maler des Glücks“ eingebracht. Aufgewachsen als Sohn eines Schneiders und einer Näherin absolvierte er mit 13 Jahren eine Ausbildung zum Porzellanmaler bei der Pariser Manufaktur Lévy-Frères et Compagnie, wo er mit viel Geschick Porzellanstücke nach Rokoko-Art gestaltete. 1861–1864 studierte er zusätzlich Malerei in der unabhängigen Malschule des Schweizer Künstlers Charles Gleyre, wo er Claude Monet, Frédéric Bazille und Alfred Sisley kennenlernte und mit ihnen die damals neue und umstrittene Malweise des Impressionismus etablierte. Mit den neuen Gestaltungsprinzipien bannte Renoir gekonnt das sonntägliche Leben der Großstädter an der Seine auf die Leinwand. Dabei gelingen ihm einzigartige, stimmungsvolle Momente der Ausgelassenheit und Unbeschwertheit. Ab 1892 litt er immer stärker unter rheumatoider Arthritis und ließ sich schließlich 1907 in einem Landhaus in Cagnes-sur-Mer bei Nizza nieder, weil es ihm im milden Mittelmeerklima gesundheitlich besser ging. Trotz immer stärker werdender Einschränkungen versuchte er, bis zu seinem Tode zu malen, und hinterließ ein immenses Schaffen von rund 6000 Werken. Vortrag im VHS-Gebäude Termin: Mittwoch, 2. November 2022, 18.00 - 20.15 Uhr

Kursnummer 20604
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Gebühr: 15,00
Messung der Elektrizität von analog bis digital Technologievortrag
Do. 03.11.2022 19:30
Hanau

Messung der Elektrizität von analog bis digital Technologievortrag Roland Hamburger, gelernter Elektriker, Sammler und Restaurator alter elektrischer Messtechnik erklärt, wie Elektrizität und damit zusammenhängende Größen gemessen werden. Die Kenntnis analoger Messtechnik ist eine der Voraussetzungen, um die Digitalmessung zu verstehen und effektiv durchführen zu können. Während sich das Messprinzip nicht wesentlich veränderte, verlassen sich viele Menschen heute auf die digitalisierte Anzeige. Ist das wirklich besser? Zur Veranschaulichung werden einige Mess- und Prüfgeräte aus der Sammlung von über 600 Exponaten aus dem kleinen Privatmuseum in Hanau vorgestellt. Das Privatmuseum kann kostenlos nach Anfrage über www.alte-messgeraete.de besucht werden.

Kursnummer 10404
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Gebühr: kostenlos
Vaterlandsverklärung und Heldenverehrung
Di. 15.11.2022 19:30
Hanau

Zwischen Kitsch und Kunst - Denkmäler und Gemälde zur Heldenverehrung und Trauerarbeit für Kriegsopfer Das an den deutschen Sieg über Frankreich 1870/71 erinnernde Niederwalddenkmal bei Rüdesheim und Picassos berühmtes Gemälde „Guernica“ zur Erinnerung an den deutschen Luftangriff 1937 auf die baskische Stadt im spanischen Bürgerkrieg umreißen die Bandbreite des künstlerischen Umgangs mit Krieg, Sieg und Opfern. Oft wirken v.a. ältere Denkmäler und Gemälde, die sich mit diesem Themenkreis befassen, heute als kitschig. Doch da, wo sie von ehrlicher Trauerarbeit geprägt sind, haben sie durchaus künstlerischen Wert. Diese Unterschiede herauszuarbeiten, steht im Mittelpunkt des Vortrags.

Kursnummer 10908
Gender-Streit bei der Hanauer Zeichenakademie Jubiläum 250 Jahre Zeichenakademie Hanau
Do. 17.11.2022 19:30
Hanau

Gender-Streit bei der Hanauer Zeichenakademie - oder die Frage, ob Künstlerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts Schülerinnen oder Lehrerinnen sein durften Jubiläum 250 Jahre Zeichenakademie Hanau Als handele sich es um eine zeitimmanente Selbstverständlichkeit, wird die Formulierung „Schüler und Schülerinnen“ beständig im Schriftverkehr der Hanauer Akademie verwendet. Die fortschrittliche Entscheidung, Frauen zum Studium zuzulassen, verdeutlicht die kunstpolitische Ambition der Institution - das lässt sich anhand von unberücksichtigten Archivalien zeigen. Bisher unbekannt ist, dass über 60 Zeichnerinnen in den Rechnungen der ersten Jahrzehnte der Zeichenakademie im 18. und 19. Jahrhundert vermerkt sind. Ausstellungen zeigten die Arbeiten von Schülerinnen, und lebhaft wurde diskutiert, ob Künstlerinnen als Lehrkräfte anzustellen seien. Letztlich trug vor allem Henriette Westermayr (1772-1841) zu der Anerkennung weiblicher künstlerischer Tätigkeit durch ihre Vernetzung bei, weshalb bemerkt wurde, dass sie die „Achtung des Inn- und Auslandes mit recht verdiene“.

Kursnummer 10909
Oranier und Preußen im 18. und 19. Jh.
Di. 22.11.2022 19:30
Hanau

Oranier und Preußen im 18. und 19. Jahrhundert Nach dem 4-jährigen Aufenthalt des brandenburgischen Kurprinzen Friedrich Wilhelm am Hof in Den Haag (1634 bis 1638) und dessen Heirat mit Luise Henriette von Oranien setzt ein beispielloser Transfer von Know how von den Niederlanden nach Brandenburg ein. In verschiedenen Funktionen leisten Niederländer einen wesentlichen Beitrag zum schnellen Aufstieg des Kurfürstentums nach den Verwüstungen im 30-jährigen Krieg. Die Hohenzollern haben diese Unterstützung und ihre engen Verbindungen zu den Oraniern stets besonders hervorgehoben. Durch die von Friedrich dem Großen vermittelte Ehe zwischen seiner Nichte Wilhelmine und Wilhelm V. von Oranien wird die enge Verbindung beider Dynastien weiter befördert. 1787 schlagen preußische Truppen den Aufstand der Patrioten in der Provinz Holland nieder und sichern damit die Herrschaft der oranischen Erbstatthalter. Der Neubau des Brandenburger Tores in Berlin wird als allegorisches Bauwerk preußisch-oranischer Friedenspolitik gestaltet. Die Französische Revolution führt zur Besetzung und schrittweisen Eingliederung der Niederlande in das Napoleonische Kaiserreich. Die Oranier müssen ihr Land verlassen und finden bei ihren preußischen Verwandten großzügige Aufnahme. Der Vortrag endet mit Königin Wilhelmina und dem Exil Kaiser Wilhelms II. im niederländischen Doorn und der Weigerung Wilhelminas, ihn als Kriegsverbrecher an die Alliierten auszuliefern.

Kursnummer 10910
Marc Chagall - Dichter mit den Flügeln eines Malers Vortrag am 28. November 2022, im vhs-Gebäude
Mo. 28.11.2022 18:00
Hanau

Marc Chagall (1887-1985) „Dichter mit den Flügeln eines Malers “ So nannte der amerikanische Schriftsteller Henry Miller bewundernd den im russischen Witebsk geborenen Künstler Marc Chagall . Bei Leon Bakst in Leningrad ausgebildet, entwickelte er zwischen 1910 und 1914 in Paris seinen charakteristischen Malstil. Dabei erhielt er wesentliche Anregungen durch die Futuristen und die Kunst von Henri Matisse und Pablo Picasso. Bei seiner Rückkehr nach Russland, in eine durch den jüdischen Chassidismus geprägte Region, fließen in seine Malweise Elemente der Volkskunst ein. Nach der russischen Revolution gehört Marc Chagall 1919 zu den Mitbegründern der „Schule der Schönen Künste“ in Witebsk und kehrt schließlich 1923 nach Paris zurück, das bis zu seiner Emigrati on in die USA 1941 sein Lebensmittelpunkt bleiben sollte. Erst 1948 geht er nach Frankreich zurück und verbringt die nächsten, schaffensreichen Lebensjahrzehnte in Südfrankreich. Chagalls Schaffen beeindruckt bis heute durch seine ganz eigene poetische Bildersprache, in der sich reichlich Anklänge an die jüdische Religion finden. Berühmt ist er nicht nur für seine schwebenden Liebespaare, sondern auch für seine Werke mit biblischer Thematik. Anhand signifikanter Arbeiten wird ein Überblick über dieses große, facettenreiche Lebenswerk gegeben. Dabei wird auch die Ausstellung „Chagall. Welt in Aufruhr “ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt (4.11.2022 – 19.02.2023) berücksichtigt, die in Kooperation mit dem Henie Onstad Kunstsenter Oslo entstand, und Vortrag im VHS-Gebäude Termin: Montag, 28. November 2022, 18.00 - 20.15 Uhr

Kursnummer 20605
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Gebühr: 15,00
Die Idee der Europäischen Wirtschsaftsgemeinschaft 1958 bis 1981
Di. 29.11.2022 19:30
Hanau

Die Entwicklung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft 1958 bis 1981 Prof. Deppe hat in seinem letzten Vortrag die Gründungsgeschichte der europäischen Verträge bis zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) am 1. Januar 1958 behandelt. In dem nun folgenden Vortrag wird er auf die Erfolge, aber auch auf die inneren Widersprüche und Konflikte im Projekt der europäischen Integration in den 1960er und 1970er-Jahren eingehen. Aus der ursprünglich 6 Mitgliedsstaaten (Frankreich, Bundesrepublik Deutschland, Italien, Belgien, Niederlande und Luxemburg) umfassenden EWG wurde bis 1973 eine um die Staaten Großbritannien, Irland und Dänemark erweiterte Gemeinschaft. Die Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs war von Anfang an von Konflikten begleitet, im Jahr 1975 endete ein Referendum zum Verbleib in der EWG allerdings positiv. Zum 1. Januar 1981 wurde mit dem Beitritt Griechenlands die EWG auf 10 Mitglieder erweitert.

Kursnummer 10220
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