Volke, Joachim

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Was ist der Mensch? Teil I
Di. 14.02.2023 18:00
Hanau

Der Philosoph Immanuel Kant stellte vier Grundfragen an die menschliche Existenz: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ Diese zu beantworten sei unsere Aufgabe. Die zentrale Frage, was denn der Mensch sei, beschäftigt uns auch heute wieder in aller Dringlichkeit. Unser Zeitalter nennen wir ja inzwischen das Anthropozän, also die Epoche, in der der Mensch der bestimmende Faktor aller weiteren Entwicklungen auf unserem Planeten ist. Was ist nun aber eigentlich das Besondere am Menschen: sein Bewusstsein, seine Fähigkeit Werkzeuge herzustellen, seine Sprache oder gar seine Spiritualität? Die vielfältigen Antworten der Philosophie sollen im Kurs anhand von Beispielen vorgestellt und besprochen werden. Der Kurs ist auch als Einführung in die Philosophie gedacht, es werden keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt. Hinweis zu den Kursterminen: Kein Kurs am 28.02.2023

Kursnummer 10801
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Gebühr: 68,00
Dozent*in: Joachim Volke
Forum Philosophie und Gesellschaft Respekt und Scham
Mi. 15.02.2023 19:00
Hanau
Respekt und Scham

Wem Respekt und Achtung entgegengebracht wird, fühlt sich anerkannt und stark. Wer sich schämt, fühlt sich schwach und erniedrigt. Obwohl so viele Menschen in unserer Gesellschaft nach Anerkennung streben, scheint andererseits viele Menschen ein ausgeprägtes Schamgefühl zu beherrschen. Man schämt sich, weil man nicht die Erwartungen der Anderen erfüllen kann, man schämt sich, weil man auf Hilfe angewiesen ist, man schämt sich, weil man arm ist. Die vielfältigen Gründe dieses Schamgefühls sollen im Kurs diskutiert werden. Dabei soll es auch um die Frage gehen, ob unsere demokratische Wohlstandsgesellschaft vielleicht gerade mehr Schamgefühl erzeugt, als Respekt und Achtung hervorbringt. Demokratien sind im Kern Anerkennungsgesellschaften, Scham gehört nicht zu ihrer Idee.

Kursnummer 10802
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Gebühr: 68,00
Dozent*in: Joachim Volke
Georg Büchner - Radikale Freiheit und Revolution
Di. 28.02.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 28. Februar 2023 Georg Büchner (1813-1837) hat wie kein anderer Dichter des Vormärz eine radikale gesellschaftskritische Position vertreten, die sich zum ersten Mal im „Hessischen Landboten“ von 1834 artikuliert: „Friede den Hütten, Krieg den Palästen!“ So lautet die Formel, mit der Büchner und sein Mitstreiter, Friedrich Ludwig Weidig, ihre Schrift überschrieben. Unzweideutig ist hier die Botschaft. Aber seine Vorstellungen von Freiheit und Revolution geraten immer mehr ins Wanken. In einem seiner Briefe, die er im Frühjahr 1834 an seine Braut schickt, spricht er vom Einzelnen, der „nur Schaum auf der Welle“ sei, von menschlichen Verhältnissen, in denen eine „unabwendbare Gewalt“ regiere, die keiner beherrschen könne. Im ersten Sozialdrama Deutschlands lässt er folgerichtig eine Gestalt zum Helden werden, die eigentlich ein Antiheld ist: Woyzeck. Verarmt, gehetzt, spracharm und sprachlos wird dieser Gedrückte und Gedemütigte, dieser Diskriminierte und Entwürdigte zuerst in den Wahnsinn und dann zum Mord an seiner Geliebten getrieben. Freiheit wird zur Phrase, der Humanismus zur Farce. Aber wofür dann Revolution? Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10051
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Joachim Volke
Forum Philosophie und Gesellschaft Zerstören die Medien die Demokratie?
Mi. 10.05.2023 19:00
Hanau
Zerstören die Medien die Demokratie?

In einer demokratischen Gesellschaft übernehmen die Medien wichtige Aufgaben. Sie sollen die Regierung und den Staat kontrollieren, sie sollen die Bürger informieren und aufklären und sie sollen ein Forum bieten für die wichtigsten öffentlichen Kontroversen. Manche bezweifeln das. Medien biederten sich zu sehr dem Mainstream an, vereinfachen, moralisieren und empören sich. Sie würden zwar nicht vom Staat manipuliert, aber sie folgten einer Art „Selbstangleichung“ (Welzer, Precht) an die Meinung aller anderen. Damit hätte sich ihre Aufgabe als vierte Gewalt in einer demokratischen Gesellschaft aufgelöst. Ob das so ist und welche Bedeutung die Medien überhaupt für eine demokratische Öffentlichkeit haben, soll im Kurs anhand von Beispielen besprochen werden. Dabei soll auch die historische Entwicklung unserer heutigen demokratischen Öffentlichkeit miteinbezogen werden.

Kursnummer 10804
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Gebühr: 68,00
Dozent*in: Joachim Volke
Was ist der Mensch? Teil II
Di. 16.05.2023 18:00
Hanau

Der Philosoph Immanuel Kant stellte vier Grundfragen an die menschliche Existenz: „Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch?“ Diese zu beantworten sei unsere Aufgabe. Die zentrale Frage, was denn der Mensch sei, beschäftigt uns auch heute wieder in aller Dringlichkeit. Unser Zeitalter nennen wir ja inzwischen das Anthropozän, also die Epoche, in der der Mensch der bestimmende Faktor aller weiteren Entwicklungen auf unserem Planeten ist. Was ist nun aber eigentlich das Besondere am Menschen: sein Bewusstsein, seine Fähigkeit Werkzeuge herzustellen, seine Sprache oder gar seine Spiritualität? Die vielfältigen Antworten der Philosophie sollen im Kurs anhand von Beispielen vorgestellt und besprochen werden. Der Kurs ist auch als Einführung in die Philosophie gedacht, es werden keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt. Teil II kann auch unabhängig von Teil I besucht werden. Im Kurs sollen auch neuere Ansätze in der Anthropologie, also der Frage nach dem Wesen des Menschen, vorgestellt und besprochen werden. Hinweis zu den Kursterminen: Kein Kurs am 13.06.2023

Kursnummer 10803
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Gebühr: 68,00
Dozent*in: Joachim Volke
Heinrich Heine und die Philosophie der Freiheit
Di. 13.06.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 13. Juni 2023 Heinrich Heines (1797-1856) Freiheitsbegriff ist von Beginn an von der Ambivalenz der so genannten Judenbefreiung in Deutschland geprägt. So hat er sich selbst taufen lassen: Aus Harry wurde Heinrich. Heine wusste, dass die Emanzipation der Juden nur über eine Emanzipation der ganzen Gesellschaft erfolgen könne. Aber wie sollte diese erfolgen, nachdem nach dem Ende der napoleonischen Ära Restauration und Demagogenverfolgung Gesellschaft und Politik bestimmten? Wer sollte der Träger dieser Revolution sein? Sehr lange ist Heine fasziniert von der Philosophie Hegels, die er als Lösung ansieht: Was vernünftig ist, soll wirklich werden und was wirklich ist, soll vernünftig werden! In diesem dialektischen Gedanken Hegels sieht Heine den Keim der Hoffnung auf eine wirklich freie Gesellschaft. Aber angesichts der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen wird Heine immer skeptischer, seine Dichtung immer spöttischer. Schwer erkrankt erlebt er seine letzten Lebensjahre in seiner „Matratzengruft“ und vergleicht sein Leiden mit dem uralten Schmerz der Juden im Exil. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10058
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Joachim Volke
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