Skip to main content

Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders
Zwei Vertreter des Neuen Deutschen Films

Beide Regisseure wurden 1945 kurz nach Ende des 2. Weltkriegs geboren, beide kannten sich von ihrem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München – sie gehörten dem ersten Jahrgang an, der dort ausgebildet wurde – und dennoch unterscheidet sich ihr Filmschaffen gravierend.
In seinem kurzen Leben war Rainer Werner Fassbinder äußerst produktiv und schuf 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke. Dabei schrieb er selbst die Drehbücher, inszenierte, drehte und produzierte durchweg in Deutschland. Mit Filmen wie „Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Lola“ oder der TV-Serie „Berlin Alexanderplatz“ realisierte er beispiellose Gesellschaftsdokumente. In ihnen analysiert er zwischenmenschliche Beziehungen und behandelt zeitlose Themen wie Antisemitismus, Migration und Außenseitertum in jeglicher Form.
Der international gefeierte Filmemacher und Künstler Wim Wenders wurde mit Filmen wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1972) und „Falsche Bewegung“ (1975) nach Vorlagen von Peter Handke oder „Alice in den Städten“ (1973/1974) sowie „Der Amerikanische Freund“ (1977) nach einem Roman von Patricia Highsmith bekannt. Weitere filmische Meilensteine waren „Paris, Texas“, der 1984 in Cannes die Goldene Palme erhielt, und „Der Himmel über Berlin“ (1987). Für „Buena Vista Social Club“ (1999) erhielt er eine Oscar-Nominierung und den Europäischen Filmpreis. 2024 wurde „Perfect Days“ (2023) für einen Oscar nominiert.
Gemeinsam ist den beiden Regiegrößen auch, dass sie Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem Filmen zu Stars machten. Bei Fassbinder sind es unter anderem Hanna Schygulla und Barbara Sukova, die nach seinem frühen Tod auch international reüssierten. Durch Wenders erlangten unter anderem Nastassja Kinski, Otto Sander und Bruno Ganz internationale Anerkennung.

Rainer Werner Fassbinder und Wim Wenders
Zwei Vertreter des Neuen Deutschen Films

Beide Regisseure wurden 1945 kurz nach Ende des 2. Weltkriegs geboren, beide kannten sich von ihrem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München – sie gehörten dem ersten Jahrgang an, der dort ausgebildet wurde – und dennoch unterscheidet sich ihr Filmschaffen gravierend.
In seinem kurzen Leben war Rainer Werner Fassbinder äußerst produktiv und schuf 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke. Dabei schrieb er selbst die Drehbücher, inszenierte, drehte und produzierte durchweg in Deutschland. Mit Filmen wie „Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Lola“ oder der TV-Serie „Berlin Alexanderplatz“ realisierte er beispiellose Gesellschaftsdokumente. In ihnen analysiert er zwischenmenschliche Beziehungen und behandelt zeitlose Themen wie Antisemitismus, Migration und Außenseitertum in jeglicher Form.
Der international gefeierte Filmemacher und Künstler Wim Wenders wurde mit Filmen wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1972) und „Falsche Bewegung“ (1975) nach Vorlagen von Peter Handke oder „Alice in den Städten“ (1973/1974) sowie „Der Amerikanische Freund“ (1977) nach einem Roman von Patricia Highsmith bekannt. Weitere filmische Meilensteine waren „Paris, Texas“, der 1984 in Cannes die Goldene Palme erhielt, und „Der Himmel über Berlin“ (1987). Für „Buena Vista Social Club“ (1999) erhielt er eine Oscar-Nominierung und den Europäischen Filmpreis. 2024 wurde „Perfect Days“ (2023) für einen Oscar nominiert.
Gemeinsam ist den beiden Regiegrößen auch, dass sie Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem Filmen zu Stars machten. Bei Fassbinder sind es unter anderem Hanna Schygulla und Barbara Sukova, die nach seinem frühen Tod auch international reüssierten. Durch Wenders erlangten unter anderem Nastassja Kinski, Otto Sander und Bruno Ganz internationale Anerkennung.