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Gesellschaft & Leben

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Heinrich Heine und die Philosophie der Freiheit
Di. 13.06.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 13. Juni 2023 Heinrich Heines (1797-1856) Freiheitsbegriff ist von Beginn an von der Ambivalenz der so genannten Judenbefreiung in Deutschland geprägt. So hat er sich selbst taufen lassen: Aus Harry wurde Heinrich. Heine wusste, dass die Emanzipation der Juden nur über eine Emanzipation der ganzen Gesellschaft erfolgen könne. Aber wie sollte diese erfolgen, nachdem nach dem Ende der napoleonischen Ära Restauration und Demagogenverfolgung Gesellschaft und Politik bestimmten? Wer sollte der Träger dieser Revolution sein? Sehr lange ist Heine fasziniert von der Philosophie Hegels, die er als Lösung ansieht: Was vernünftig ist, soll wirklich werden und was wirklich ist, soll vernünftig werden! In diesem dialektischen Gedanken Hegels sieht Heine den Keim der Hoffnung auf eine wirklich freie Gesellschaft. Aber angesichts der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen wird Heine immer skeptischer, seine Dichtung immer spöttischer. Schwer erkrankt erlebt er seine letzten Lebensjahre in seiner „Matratzengruft“ und vergleicht sein Leiden mit dem uralten Schmerz der Juden im Exil. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10058
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Joachim Volke
Revolutionskultur und -symbolik im Vormärz und 1848/49
Di. 06.06.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 6. Juni 2023 Im Vormärz und vor allem im Zuge der Erhebung von 1848 entstanden eine ganze Anzahl von Symbolen, Abzeichen und Verhaltensweisen, womit man seine politische Einstellung als Anhänger liberaler und nationaler Ideen verdeutlichen konnte. Somit begann vor nahezu 200 Jahren eine neue unverwechselbare deutsche Revolutionskultur. Diese Revolutionskultur äußerte sich in vielfältiger Form. Sie zeigte sich in Maueranschlägen, Flugblättern, Zeitungen und Karikaturen, in Symbolen, Liedern und Texten, in Kleidung, Gestik, Abzeichen und vielem mehr. Weiterhin gehörten Feste, Volksversammlungen, Katzenmusiken und andere Rituale und Aktionen zum revolutionären Angebot und Erscheinungsbild der Jahre zwischen 1830 und 1849. Zudem wurden politische Vereine ins Leben gerufen - die Vorstufe zur Parteienlandschaft späterer Jahre. Und natürlich sah man ab dem Frühjahr 1848 überall den neuen „Dreifarb“; ganz Deutschland schien zeitweise in Schwarz-Rot-Gold getaucht! Vieles davon ist heute weitgehend vergessen. Daran in Wort, Schrift und Bild zu erinnern, will Aufgabe dieses PPT-Vortrags sein. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10057
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Erhard Bus
Literarische Reise durch Hessen, Teil 3: Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet
Di. 28.03.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 28. März 2023 Über die Literaturstadt Frankfurt ist viel gesagt und geschrieben worden. Um nicht allzu Bekanntes ein weiteres Mal vorzutragen, sollen bei diesem dritten Teil der Literaturreise durch Hessen vor allem zu Unrecht vergessene oder kaum beachtete Autorinnen und Autoren vorgestellt werden. Alles beginnt mit einer Sage, aus der wir lernen, dass Frankfurt von Karl dem Großen und einer Hirschkuh gegründet wurde. Über die „Goldene Bulle“ gelangen wir zur Wahl- und Krönungsstadt Frankfurt, vor allem zu lebendigen Schilderungen der Krönungsfeierlichkeiten. Einen Schwerpunkt bildet die berühmte Markt- und Messestadt Frankfurt. Was Martin Luther über das Messegewimmel sagte oder Enea Silvio Piccolomini, später als Papst Pius II. bekannt, scheint noch heute aktuell zu sein. Wichtig war die Stadt auch für den „Sturm und Drang“. Hier kommt mit Friedrich Maximilian Springers Roman „Fausts Leben, Thaten und Höllenfahrt in fünf Büchern“ aus dem Jahr 1791 einer der bekanntesten Stoffe der Weltliteratur zur Sprache. Mit Heinrich Heine und Ludwig Börne lernen wir die Judengasse in ergreifenden Schilderungen kennen. Wenn man noch nie etwas über Johann Conrad Friedrich gehört hat, wird man sich nicht wenig über seinen Roman „Vierzig Jahre aus dem Leben eines Toten“ wundern. Mit dem weltbekannten „Struwwelpeter“-Verfasser Heinrich Hoffmann geht es zum IG-Farben-Hochhaus, wo heute die Goethe-Universität auch das Andenken an Heinrich Hoffmann pflegt. Und auch nach Offenbach geht unsere literarische Reise: Hier ergötzen wir uns an den Streichen des jungen Johann Wolfgang Goethe und lernen Bettine von Arnims Großmutter, Sophie von La Roche, kennen. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10052
Befreit - und was nun? Das Schicksal der Displaced Persons in Hanau nach dem Einmarsch der Amerikaner 1945
Di. 14.02.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 14. Februar 2023 10.600 Personen unterschiedlichster Nationalität findet der Brite Harry Heath im April 1945 in den Kasernen entlang der Hanauer Lamboystraße vor. Francois-Kaserne, Hessen-Homburg-Kaserne und Hutier-Kaserne haben die Amerikaner nach ihrem Einzug in die Region zum Sammellager für die von ihnen befreiten Zwangsarbeiter und KZ-Überlebende erklärt. Allesamt sind sie Opfer des nun daniederliegenden nationalsozialistischen Unrechtsregimes, das sie aus ihren Heimatländern verschleppt hatte. Nun hofften sie bis zu ihrer Rückkehr auf temporäre Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung im Sammelzentrum. Wer führte bei diesem Unternehmen, das Tausende von Menschen einschließt, Regie? Wer fühlte sich im Lager verantwortlich für die körperlich und psychisch Belasteten? Der Vortrag basiert auf den Aufzeichnungen des britischen Lagerleiters Harry Heath und seiner Frau über ihre Erfahrungen und Beobachtungen im Lageralltag und zeigt auf, wie die Befreiten von Anfang an - und schon vor dem Aufkommen des Kalten Krieges - erneut zum Spielball der Politik werden. Ihr Weg zurück wird durch nicht vorhergesehene Schwierigkeiten und Gefahren erschwert. Er führt die einen in erneute Unfreiheit und Knechtschaft, die anderen in eine selbstbestimmte Zukunft. Die politische Konstellation der führenden Mächte und die ungelösten Probleme im Zusammenleben der einzelnen Nationen, wie sie im Lagerleben hervortreten, besitzen in der gegenwärtigen Situation eine bedrückende Aktualität. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10903
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Gebühr: kostenlos
Jugend-Widerstand Filmvorführung und Gespräch mit der Historikerin Dr. Mascha Riepl-Schmidt München
Di. 14.03.2023 19:30
Hanau
Filmvorführung und Gespräch mit der Historikerin Dr. Mascha Riepl-Schmidt München

1942. Eine Jugendgruppe unter ihnen die Geschwister Scholl, ruft mit Flugblättern zum Widerstand gegen Hitler und sein Regime auf. Unter Lebensgefahr bringen sie Flugblätter in andere Städte und schreiben nachts Parolen wie „Nieder mit Hitler“ an Häuserwände. Während sich die Schlinge der Gestapo immer enger um die Studenten zieht, knüpfen sie Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen und sogar zu hohen Militärs. Anfang 1943 schlägt die Gestapo zu. Hans und Sophie Scholl werden im Hof der Münchner Universität verhaftet. Der Volksgerichtshof unter seinem Vorsitzenden Freisler verurteilt sie zum Tode. Das Urteil wird am 22. Februar 1943 vollstreckt. Veranstaltungsort: Kulturforum Hanau, Am Freiheitsplatz 18a, Hanau In Kooperation mit dem VNN-BdA Main-Kinzig und vielen Weiteren. Anmeldung über: mkk@vvn-bda.de

Kursnummer 10203
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Gebühr: kostenlos
Keimzellen der Demokratie - Von Frankfurt über Weimar nach Bonn
Di. 02.05.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 28. März 2023 Es ist ein besonderes Kennzeichen der deutschen Demokratiegeschichte, dass sie nicht mit der Hauptstadt verwoben ist, sondern ganz wesentlich mit Orten außerhalb des zentralen Machtzentrums, die man gar - wie im Fall von Weimar und Bonn - als Provinz bezeichnen kann. Die Paulskirche in Frankfurt 1848/49, das Nationaltheater in Weimar 1919 und die Pädagogische Akademie in Bonn 1948/49 gehören zu den zentralen Plätzen im demokratischen Erinnerungshaushalt der Bundesrepublik, ein jeder für sich. Zudem gibt es zwischen diesen Verbindunglinien und Bezugspunkte, aber auch Abgrenzungen. Der Vortrag beleuchtet, welchen Beitrag die drei Orte einzeln und gemeinsam zur Entfaltung der Demokratie in Deutschland geleistet haben. Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10054
Lesen und Schreiben fördern Teil I Fortbildungsreihe Ehrenamt
Sa. 25.03.2023 10:00
Fortbildungsreihe Ehrenamt

In diesem Workshop lernen die Teilnehmenden Methoden, die eingesetzt werden können, um Menschen mit Grundbildungsbedarf das Erlernen des Lesens und Schreibens zu erleichtern. Grundkompetenzen der Erwachsenenpädagogik und Unterrichtsmaterialien aus dem Bereich der Alphabetisierung stehen im Mittelpunkt dieser Einheit.

Kursnummer 10030
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Gebühr: kostenlos
Dozent*in: Judith Lechner
Karl Marx und Friedrich Engels in der Revolution von 1848
Di. 20.06.2023 19:30
Hanau

Vortrag am Dienstag, 20. Juni 2023 Am Vorabend der europäischen Revolutionen des Jahres 1848 erschien in Brüssel - in geringer Auflage - das von Karl Marx und Friedrich Engels verfasste „Manifest der Kommunistischen Partei“. Diese Schrift sollte im nachfolgenden Jahrhundert zu einem der meistgedruckten Texte der Weltliteratur werden. Folgende Fragen werden in diesem Vortrag behandelt: Was sagte das „Manifest“ über die „Revolution in Deutschland“? Welche Rolle spielten die beiden Autoren in der deutschen Revoution von 1848? Und welche Rolle spielten die Schriften von Karl Marx über die „Revolution in Frankreich“ zwischen 1848 und 1852 für die sozialistischen Bewegungen und Organisationen, die sich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entwickelten? Gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV. Anmeldung erwünscht.

Kursnummer 10059
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