Mini-Solaranlagen für den eigenen Balkon oder die Hauswand erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Bei einer Leistung von bis zu 800 Watt speisen Sie Ihren selbst erzeugten Strom direkt in das Stromnetz Ihrer Wohnung oder Ihres Eigenheims ein. Stecker-Solaranlagen decken je nach Leistung und individuellen Strombedarf etwa 5 bis 20 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs ab, was zu einer Reduzierung des Strombezugs aus dem Netz führt. Der Workshop klärt Fragen, worauf bei der Anschaffung und Installation zu achten ist und unter welchen Voraussetzungen sie dauerhaft funktionieren. Die geplante Veranstaltung ist Teil der Reihe Energiewende Zuhause. Diese gibt praxisnahe Antworten auf zentrale Fragen der Energiewende. Jeweils an einem Dienstag im Monat finden ganzjährig Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Hanau statt.
Der Ingenieur und Experte für nachhaltige Heizsysteme Elmar Jaeker berichtet über seine praktischen Erfahrungen mit dem Betrieb von Wärmepumpen zum Heizen und zur Warmwassererzeugung. Anhand konkreter Beispiele zeigt er, wie moderne Wärmepumpentechnik auch in Bestandsgebäuden effizient eingesetzt werden kann. Jaeker, Mitglied von Engineers for Future, gibt anschauliche Einblicke in Planung, Auswahl und Betrieb von Wärmepumpen und räumt mit verbreiteten Mythen rund um diese Technologie auf. Die Veranstaltung richtet sich an Hausbesitzerinnen und Mieterinnen gleichermaßen und macht deutlich: Der Umstieg auf eine Wärmepumpe ist auch im Altbau möglich – effizient, klimafreundlich und ohne umfangreiche Vorkenntnisse. Die geplante Veranstaltung ist Teil der Reihe Energiewende Zuhause. Diese gibt praxisnahe Antworten auf zentrale Fragen der Energiewende. Jeweils an einem Dienstag im Monat finden ganzjährig Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Hanau statt.
Ein Vortrag begleitend zur Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel Museum Frankfurt vom 19. März bis 5. Juli 2026 Das normannische Fischerdorf Étretat an der Atlantikküste entwickelte sich um 1850 zu einem beliebten Seebad und Urlaubsort des Pariser Bürgertum. Zugleich wurde es wegen seiner charakteristischen, imposanten Klippenlandschaft auch ein begehrter Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle. Die kunsthistorisch bedeutenden Wellen-Gemälde des Realisten Gustave Courbet entstanden hier, wo sich der Komponist Jacques Offenbach eine imposante Villa bauen ließ. Und dem Schriftsteller Guy de Maupassant gelang es, Étretat zu einem literarischen Sehnsuchtsort zu erheben. Die nachhaltigste Wirkung hatte die einzigartige Steilküste mit ihren drei Felsentoren, der Porte d´Amont, der Porte d´Aval und der Manneporte, aber auf den Maler Claude Monet, der intensiv vor Ort malte. Erstmals schuf der Hauptvertreter des Impressionismus unter den sich permanent verändernden Licht- und Wetterverhältnissen malerische Motivreihen, die sich schließlich zu einem seiner Markenzeichen entwickeln sollten. Bei sechs Aufenthalten von 1868 bis 1916 schuf er etwa 80 Gemälde mit Motiven der Alabasterküste. Die in Zusammenarbeit von Städel Museum und Musée des Beaux-Arts de Lyon konzipierte Ausstellung führt vor, welchen Einfluss dieses ehemalige Fischerdorf auf die Malerei der Moderne hatte und wie der Mythos Étretat bis heute nachwirkt und seine Ambivalenz in den Menschenströmen des internationalen Tourismus zeigt, die heute zu einer gravierenden Bedrohung der Steilküste werden. Herausragende Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, darunter auch Werke von Eugène Boudin, Georges Braques, Henri Matisse, Félix Valloton und vielen anderen, führen vor, welch große Anziehungskraft dieser Ort auf Kunstschaffende hatte und bis heute hat.
Der Klima-Spaziergang durch die Hanauer Innenstadt am Hitzeaktionstag 2026 soll die thermischen Unterschiede zwischen Grünflächen und versiegelten Flächen verdeutlichen. Dazu werden vor Ort Oberflächen- und Lufttemperaturen in Echtzeit gemessen und mit den Ergebnissen der Hanauer Stadtklimaanalyse verglichen. Außerdem werden an ausgewählten Orten in der Innenstadt gute Praxisbeispiele zur Klimaanpassung gezeigt. Zunächst erfahren die Teilnehmenden etwas über sogenannte "Schwammstadtmaßnahmen". Über den Marktplatz geht es weiter zum erfrischenden Trinkwasserbrunnen am Freiheitsplatz, wo das Projekt "Refill" und Stadtbegrünung thematisiert wird. Den Abschluss findet der Spaziergang in der innenstadtnahen Kinzigaue, die einen bedeutenden Beitrag zum Hochwasserschutz der Stadt Hanau leistet und zur Naherholung dient. Referent: Klimaanpassungsmanager Phillip Engel und Marion Beil, Umweltzentrum Hanau Die Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Der Eisbär schwitzt! Echt jetzt?“ und findet in Kooperation mit dem Klimamanagement der Stadt Hanau statt.
In der Veranstaltung berichtet Klaus Pulter, Hanauer Bürger, über die umfassende Sanierung seines Hauses. Umgesetzt wurden unter anderem eine Photovoltaikanlage mit Speicher, Wärmepumpen sowie verschiedene Wärmeschutzmaßnahmen. Er erläutert, welche Überlegungen und Entscheidungen im Sanierungsprozess eine Rolle spielten, welche Herausforderungen auftraten und welche Einsparungen erreicht wurden. Die Teilnehmenden erhalten einen praxisnahen Einblick in ein reales Projekt und können aus den konkreten Erfahrungen wertvolle Anregungen für eigene Vorhaben mitnehmen. Die Veranstaltung richtet sich an Eigentümer und Eigentümerinnen und klärt auch Fragen, die für Vermietende interessant sind. Die geplante Veranstaltung ist Teil der Reihe Energiewende Zuhause. Diese gibt praxisnahe Antworten auf zentrale Fragen der Energiewende. Jeweils an einem Dienstag im Monat finden ganzjährig Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Hanau statt.
Der Maler, Zeichner und Graphiker Emil Nolde (1867 – 1956), geboren als Hans Emil Hansen in Nolde, war einer der eigenständigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Tod jährt sich 2026 zum 70. Mal. Nach impressionistischen Anfängen entwickelte er sich unter dem Einfluss der Kunst von Vincent van Gogh und Edvard Munch zu einem der Hauptvertreter des Expressionismus. Die Themen seiner farbintensiven Bilder reichen von Szenen aus dem Großstadtleben über Stillleben und Figurenbilder bis zu Landschaften, unter denen seine Meer-Bilder eine besondere Qualität und Intensität erzielen. Unter dem Motto „Emil Nolde. Welt und Heimat“ bot eine vom Museum Würth 2 und der Nolde Stiftung Seebüll organisierte Ausstellung vom 7. April bis zum 28. September 2025 in Künzelsau grundlegende Einblicke in die vielfältige Motivwelt und die unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers. Eine Auswahl der dort gezeigten Werke wird im Vortrag vorgestellt. Leben und Werk Noldes werden dabei ebenso thematisiert wie seine verstörende politische Gesinnung und sein Eintreten für eine nordische Kunst in der NS-Zeit.
Auf dem Gelände der ehemaligen Großauheim-Kaserne ist ein modernes Energiezentrum – mit Solarflächen so groß wie zwölf Fußballfelder entstanden. Bei der Besichtigung bekommen Interessierte alle Infos zum Park und haben die Möglichkeit Fragen rund um das Thema zu stellen. Wir empfehlen festes Schuhwerk. Bitte achten Sie beim Gehen auf eventuell unebene Stellen. Das Betreten des Geländes erfolgt auf eigene Gefahr. Die geplante Veranstaltung ist Teil der Reihe Energiewende Zuhause. Diese gibt praxisnahe Antworten auf zentrale Fragen der Energiewende. Jeweils an einem Dienstag im Monat finden ganzjährig Veranstaltungen mit Expertinnen und Experten statt. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Klimaschutzmanagement der Stadt Hanau statt. Treffpunkt: Nähe Depotstraße, 63457 Hanau
Mobilitätsleitbild Hanau: Erste Planungen und Maßnahmen Technologievortrag Wie soll Mobilität in Hanau künftig gestaltet sein? Wie wollen wir uns in der Stadt bewegen? Wie können wir dabei Rücksicht auf die Verkehrsteilnehmer, das Klima und unsere Umwelt nehmen? Im intensiven Bürgerdialog wurden 2021 zahlreiche Anregungen gesammelt und unterschiedliche Vorstellungen diskutiert. Die Stadt Hanau stellt erste Planungen und Maßnahmen für 2022 und 2023 vor.
Vortrag am Dienstag, 25. August 2026 Hanau, seit Jahrhunderten in der Tradition des edlen Schmucks der Gold- und Silberschmiede, wurde im 19. Jahrhundert durch das Know-How einiger handwerklich besonders begabter Diamantschleifer sowie die geschickte Nutzung der Wasser- und Dampfkraft zum Zentrum der deutschen Diamantschleiferindustrie. Die Geschichte des kometenhaften Aufstiegs der Diamantschleiferei der Gebrüder Houy wird anhand neu entdeckter Dokumente lebendig. 1874 eröffneten sie in Hanau (in der Nähe der Kinzigbrücke) die erste, dampfgetriebene deutsche Diamantschleiferei. Und auch die Region Hanau-Land profitierte in der Folgezeit von dem enormen Aufschwung der Diamantschleiferindustrie. Die nicht nur nationale, sondern bald auch internationale Bedeutung der deutschen Diamantindustrie mit Wurzeln in Hanau steht im Zentrum des Vortrags. Die Hanauerin Iris Lach, beruflich wie familiär tief verwurzelt in der Diamantindustrie, erforscht seit Jahren die Geschichte derselben, welche in Hanau begann und bis heute weltweit von Bedeutung ist. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 1. September 2026 Friedrich Nietzsche zählt zu den einflussreichsten und zugleich provokantesten Denkern der Moderne. Seine Philosophie stellt grundlegende Gewissheiten infrage und fordert dazu heraus, moralische, religiöse und gesellschaftliche Werte neu zu denken. Wie man mit dem Hammer philosophiert, war ein von ihm gerne verwendeter Ausdruck, um die Radikalität seines Denkens zu beschreiben. Der Vortrag gibt einen verständlichen Einblick in Nietzsches bewegtes Leben und führt in zentrale Gedanken seines Werks ein - von der Kritik an traditionellen Moralvorstellungen über die Idee des Übermenschen bis hin zu seiner berühmten Diagnose vom Tod Gottes. Dabei wird deutlich, wie eng Leben und Denken bei Nietzsche miteinander verknüpft sind. Neben den philosophischen Kernideen wird auch ein Blick auf die Wirkungsgeschichte geworfen: Warum ist Nietzsche bis heute so aktuell und zugleich umstritten? Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten - Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Lehrgang ab Donnerstag, 3. September 2026 Mit alten Handschriften haben es nicht nur Familien- und Geschichtsforscher zu tun, sondern auch in Notariaten und Nachlassgerichten sind wichtige Unterlagen oft handschriftlich verfasst und müssen mühsam entziffert werden. Dieser Kurs macht die Teilnehmenden mit der alten deutschen oder Kurrentschrift vertraut, von der die häufiger genannte Sütterlinschrift hergeleitet ist. Wir beschäftigen uns überwiegend mit Dokumenten, die in der Stadt und in der Grafschaft Hanau im 18. und 19. Jahrhundert entstanden sind, dabei schauen wir uns auch die geschichtlichen Hintergründe des Gelesenen an. Kursteilnehmende können auch eigene Schriftstücke mitbringen. In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Hanauer Altstadt e.V. möchte die VHS Hanau dazu beitragen, dass die Kunst des Lesens und Übertragens von alten deutschen Handschriften einem breiten Kreis von Interessierten ermöglicht wird. Sie sind herzlich eingeladen mitzumachen. Anmeldung erforderlich. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA Anmeldung erforderlich
Vortrag am Dienstag, 8. September 2026 Politische Sachverhalte sind häufig komplex, und es ist kompliziert, sie den Wählerinnen und Wählern angemessen zu vermitteln. Deshalb greifen Politikerinnen und Politiker in ihren Reden häufig zu allgemeinverständlichen Bildern. Hierbei schöpfen sie aus dem reichen Schatz der Märchen und Mythen, nutzen aber auch Metaphern aus dem Alltagsbereich, insbesondere sehr gern aus der Welt des Sports wie z.B. des Fußballs als einer der beliebtesten Sportarten. Wenn sie sich dabei betont volksnah geben, ist das im Prinzip in Ordnung: Zum einen wollen und sollen sie ja verstanden werden, zum anderen haben sie das berechtigte Interesse (wieder) gewählt zu werden. Wenn sie aber im negativen Sinne Märchen erzählen oder nicht der Realität entsprechende Verschwörungsmythen transportieren, verwenden sie eine populistische Rhetorik, die dazu angetan ist, das Wählerpublikum in die Irre zu führen. Wo verläuft die Trennlinie zwischen Publikumsnähe und Populismus, und wie lässt sich Irreführung rechtzeitig erkennen? gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Das Erbrecht in Deutschland ist komplex und für Laien oft schwer zu durchschauen. Wer sich mit dem Thema Erben und Vererben auseinandersetzen möchte, sollte sich daher frühzeitig informieren. Vorsorge heißt sich später keine Sorgen mehr machen müssen. In diesem Vortrag erfahren Sie, was Sie über Familienerbrecht, Pflichtteile, Testament, Erbschein, Erbengemeinschaft und Nachlassabwicklung wissen sollten. Das ist die Grundlage für die später von Ihnen zu treffenden Entscheidungen. Folgende Themen werden behandelt: 1. Was ist die gesetzliche Erbfolge und ein Pflichtteil? 2. Welche Möglichkeiten hat man im Testament und wie wird es durch den Pflichtteil beeinflusst? 3. Welche rechtlichen Schritte müssen unternommen werden, um den Nachlass eines Verstorbenen zu verwalten und zu verteilen? Wenn Sie das Thema schon die ganze Zeit vor sich herschieben oder es angehen möchten, ist dieser Vortrag für Sie hilfreich. Das Motto der Präsentation ist: Einfach – für Dich – verständlich. Das Thema wird anhand von Beispielen umfassend behandelt in einer 3 stündigen Veranstaltung. Die seit 35 Jahren tätige Rechtsanwältin Christiane Brzoska liefert ergänzend Tipps und beantwortet alle Fragen und viele Standardkonstellationen. Sie kommt aus Mainhausen/Seligenstadt und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten sowie Erbrecht.
Vortrag am Dienstag, 15. September 2026 Der Historismus war der dominante Stil des 19. Jahrhunderts auch in Hanau. Zahlreiche Gebäude sind in unserer Stadt - trotz der Zerstörungen des Weltkriegs - erhalten geblieben. An Beispielen von verschwundenen und noch bestehenden Bauten kann das reiche Stadtbild des 19. Jahrhunderts aufgezeigt werden. Vom ältesten Gebäude, der Burgruine in Wilhelmsbad, über Wohnbauten bis zur einstigen Officiers-Speiseanstalt in der Lamboystraße reicht der Bogen. Ebenso spiegeln die Prunkräume von Schloss Philippsruhe den opulenten Charakter des Historismus. Auch die zahlreichen Gegenstände des Eisenkunstgusses von E. G. Zimmermann oder der Silberwarenfabriken sowie die Druckerzeugnisse des lithographischen Gewerbes sind dem Historismus verpflichtet. Und - schlussendlich - auch das Nationaldenkmal der Brüder Grimm auf dem Hanauer Marktplatz. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 22. September 2026 Nach seiner Entlassung als Kölner Oberbürgermeister durch die britische Militärverwaltung widmet sich Adenauer dem Aufbau der neu gegründeten CDU. Als Präsident des Parlamentarischen Rates ist er einer der Gründungsväter der Bundesrepublik Deutschland. Als Bundeskanzler verfolgt er konsequent die Westintegration der BRD. Eine Kehrseite dieser Politik ist die totale Konfrontation mit dem Osten und eine Verfestigung der Teilung Deutschlands. Da die Souveränität der BRD nur über einen Beitrag zur Verteidigung zu erreichen ist, setzt Adenauer den Aufbau der Bundeswehr und Beitritt zur NATO gegen heftigen Widerstand der Bevölkerung durch. Die Einführung der sozialen Marktwirtschaft als neue Wirtschaftsordnung ist ein Garant für den unerwartet schnellen wirtschaftlichen Aufstieg der BRD. Großzügig ermöglicht Adenauer NS-belasteten Bürgern die Integration in die demokratische Gesellschaft der BRD - allerdings auf Kosten einer konsequenten Verfolgung und Bestrafung von NS-Tätern. Außenpolitisch betreibt er eine Politik der Friedenssicherung durch wirtschaftliche Verflechtung, die zur Gründung der Montanunion und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) führt. Höhepunkte seiner Außenpolitik sind die Aussöhnung mit Frankreich und die Wiedergutmachung gegenüber Israel. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 29. September 2026 Kommunale Strukturen wie Ämter, Gemeinden, Städte, Kreise und Länder haben sich im Lauf der Geschichte immer wieder geändert. Die einstige Residenzstadt Hanau, in der jahrhundertelang alle Fäden der Macht des umliegenden Territoriums zusammenliefen, ist nun, am Beginn des 21. Jahrhunderts, Großstadt. Vielleicht wirtschaftliches Zentrum der Region Frankfurt-Ost, aber nicht mehr Mittelpunkt einer Grafschaft von einstmals nicht unbedeutender territorialer Ausdehnung und erheblichem politischem Gewicht. Der Marköbler Journalist Werner R. Kurz zeichnet in seinem Vortrag die Strukturveränderung über die Jahrhunderte von den eher bescheidenen Anfängen der Grafschaft bis in die Gegenwart der Großstadt Hanau nach. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 6. Oktober 2026 im Deutschen Goldschmiedehaus Ankündigungstext noch nicht vorhanden Vortrag in Kooperation mit dem Deutschen Goldschmiedehaus. Anmeldung erwünscht
Wenn du schwer krank bist, brauchst du eine Person, die die Geschäfte für dich erledigen kann. Es sollte eine Vertrauensperson eingesetzt werden und möglichst eine Ersatzperson. Sonst kann vom Gericht eine fremde gesetzliche Betreuungsperson eingesetzt werden, die dich nicht kennt. Wenn du das verhindern willst, brauchst du eine Vorsorgevollmacht. Wie möchtest du behandelt werden, oder besser gesagt nicht oder nicht mehr, wenn du schwer krank bist? Wenn du das beeinflussen möchtest und dir wünschst, dass die Apparate nicht erst bei deinem Tod abgeschaltet werden, brauchst du eine Patientenverfügung, wo es auch um Sterbehilfe und Organspende gehen sollte. Wenn Sie das Thema schon die ganze Zeit vor sich herschieben oder es angehen möchten, ist dieser Vortrag für Sie hilfreich. Das Motto der Präsentation ist: Einfach – für Dich – verständlich. Das Thema wird anhand von Beispielen umfassend behandelt in einer 2 stündigen Veranstaltung. Die seit 35 Jahren tätige Rechtsanwältin Christiane Brzoska liefert ergänzend Tipps und beantwortet alle Fragen und persönlichen Konstellationen. Sie kommt aus Mainhausen/Seligenstadt und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten sowie Erbrecht.
Vortrag am Dienstag, 20. Oktober 2026 Der deutsche Bauernkrieg vor 500 Jahren gilt als die wichtigste Volkserhebung in Europa vor der Französischen Revolution. Acht Jahre nach dem Beginn der Reformation 1517, aber mit dieser untrennbar verbunden, erheben sich nicht nur Bauern, um einen Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse herbeizuführen. Der Aufstand entwickelt eine ungewöhnliche Dynamik und überrascht damit alle relevanten Gruppen, Adel, Klerus, das aufkommende Bürgertum und die immer mächtiger werdenden Fürsten. Nach einer Phase der Schockstarre beginnen Kirche und Landesherren den Aufstand des Landvolks zu ersticken. Was aber wie eine große Niederlage aussieht, hat bis heute gesellschaftlich Relevanz für Staat und Kirche. Der Gemeine Mann wird plötzlich wahrgenommen, mittelalterliche Strukturen brechen auf, das Reich schreitet weiter auf dem Weg zum föderativen Staat. Die Kirche wandelt sich von der Reformation zum konfessionellen Zeitalter und beide, Kirche und Staat, erkennen ihre sozialen Aufgaben. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Donnerstag, 22. Oktober 2026 Nenne mir einen berühmten Frankfurter Schriftsteller. Das wird nicht schwerfallen. Und zwei oder drei berühmte Frankfurter Schriftsteller? Das könnte Probleme schaffen, aber das heißt nicht, es gäbe sie nicht. Vielleicht liegt es gerade an Goethe, dass uns außer ihm nicht sofort ein paar berühmte Frankfurter Schriftsteller und Schriftstellerinnen einfallen. Drehen wir die Sache also einmal herum: Reden wir über Frankfurter Autoren, Autorinnen außer Goethe. Da werden Sie staunen, und es werden nicht nur Dichterinnen und Dichter zum Vorschein kommen. Sie werden viele und auch berühmte Protagonistinnen und Protagonisten aus dem Frankfurter Literaturbetrieb kennenlernen oder neu kennenlernen. Dazu gehören auch kurze Geschichten wie die Verhaftung des Philosophen und Dichters Voltaire oder die Geschichte des „Weidenhofs“ auf der Zeil. Sie werden Alfons Paquet, Siegfried Kracauer oder Maria Sibylla Merian und Karoline von Günderrode kennenlernen oder wiederentdecken. Bei der Frankfurter Mundartdichtung wird es nicht nur um den oder die Bekanntesten gehen. Herbert Heckmann ist zu nennen, der sich intensiv mit zeitgenössischer Mundartdichtung befasst hat. Und Heiner Boehncke wird Ihnen die Frankfurter Literaturgeschichte „Was niemand hat, fand ich bei Dir“, die er gemeinsam mit Hans Sarkowicz verfasst hat, vorstellen. Wie immer dürfen Sie sich auch auf ein paar kleine Überraschungen freuen. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 27. Oktober 2026 Die Journalistin Ilse Werder (1925-2023) gründete vor mehr als 30 Jahren das Archiv Frauenleben im Main Kinzig-Kreis, um auf die Beiträge von Frauen an der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung in der Region aufmerksam zu machen. Recherchieren, dokumentieren und öffentlich machen des Lebens und der Leistung der Frauen und das Bewahren dieses Materials vor dem geschichtlichen Vergessen ist die Aufgabe, der sich die Archivmitglieder bis heute verantwortlich fühlen. Barbara Kruse, die Vorsitzende des Archivs Frauenleben, beleuchtet das engagierte Leben von Ilse Werder, der Autorin, Antifaschistin, Friedensaktivistin, Frauenrechtlerin, Naturschützerin, Pilzberaterin, die im Ruhestand in ihrer Scheune in Katholisch-Willenroth zudem Kultur auf das Land brachte. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 3. November 2026 1953 wurde das Deutsche Jazzfestival gegründet und trug seitdem maßgeblich zum Ruf Frankfurts als Jazzhauptstadt der Republik in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten bei. Die Mainmetropole wirkte wie ein Magnet auf Musiker aus Europa und natürlich auch aus den USA. Prof. Dr. Jürgen Schwab stellt die Orte und Akteure jener Zeit vor. Der Hanauer Musiker, der auch als Moderator von Jazzsendungen bei hr2-Kultur und als Programmgestalter des Deutschen Jazzfestivals bekannt ist, hat sich durch sein Buch Der Frankfurt Sound - Eine Stadt und ihre Jazzgeschichte(n) als Experte für die Frankfurter Jazzgeschichte ausgewiesen. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Die vor 150 Jahren geborene Künstlerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907) gilt heute als frühe Avantgardistin, die zentrale Tenden¬zen der modernen Kunst vorweg¬nahm und bis heute zu den einflussreichsten und bekanntesten deutschen Künstlerinnen zählt. Dagegen wurde sie zu Lebzeiten kaum beachtet. In ihren Werken, die schon auf die Kunst des Expressionismus verweisen, gelangte sie - auch geprägt durch die zeitgenössische französische Kunst - zu starker Formvereinfachung und Flächenhaftigkeit. Paris und Worpswede waren die zentralen Orte ihres Wirkens. In den knapp 14 Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde und etwa 1000 Zeichnungen. Der Vortrag führt in das kurze intensive Leben und die eindrückliche Kunst der Malerin ein.
Berühmt geworden ist er mit seinen unnachahmlichen, farbintensiven Darstellungen von „Blauen Pferden“ und „Gelben Kühen“: FRANZ MARC. Der vor 110 Jahren im März 1916 bei Verdun gefallene Maler gehört zu den bedeutendsten Kulturschaffenden der Avantgarde vor dem 1. Weltkrieg. Als engagierter Künstler und Kunstkritiker knüpfte er ein weitreichendes Netzwerk zwischen Paris, Berlin und München. Gemeinsam mit Wassily Kandinsky gründete er die Redaktionsgemeinschaft „Der Blaue Reiter“ und setzte sich ebenso wie sein enger Freund August Macke leidenschaftlich für die moderne Kunst ein. Seine Gemälde, die sowohl durch abstrakte als auch kubistisch-futuristische Anklängen gekennzeichnet sind, offenbaren zudem eine dezidierte Suche nach dem irdischen Paradies und einem geistigen Raum jenseits von Technisierung und Industrialisierung. Unter dem Titel „FRANZ MARC. Die Suche nach einer besseren Welt“ zeigt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf vom 12. September 2026 bis zum 24. Januar 2027 die erste monografische Schau zu Franz Marc seit mehr als zwanzig Jahren und bietet damit einen umfassenden Einblick in das Schaffen dieses außergewöhnlichen Künstlers.
Vortrag am Donnerstag, 12. November 2026 Am 26. April 1986 explodierte in der damals sowjetischen Ukraine ein Reaktorblock des Atomkraftwerks Tschernobyl. Es war der bis heute größte Störfall in einem Atomkraftwerk. In der Folge kam es in großen Teilen Europas zu radioaktiver Verstrahlung. Die schon lange heiß diskutierte Frage nach der Sicherheit dieser Art der Energieerzeugung wurde nun auch in der Bundesrepublik umso dringlicher gestellt. Nicht zuletzt mit Folgen für Hanau, damals einem der wichtigsten Standorte der deutschen Nuklearindustrie. Der Hanauer Journalist und Autor Werner Kurz blickt zurück. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 17. November 2026 Nach einer umfangreichen Erklärung zu dem Begriff Nachhaltigkeit als gleichberechtigter Gleichklang zwischen Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und sozialem Handeln soll aufgezeigt werden, was die internationale und nationale Politik im Rahmen der Nachhaltigkeit unternimmt. Die Aufforderung zum nachhaltigen Handeln betrifft besonders die Industrie und Kommunen. Was unternimmt Hessen, wie steht Hanau da? Schließlich ist eine nachhaltige Entwicklung nur möglich, wenn jeder Einzelne die Notwendigkeit zum nachhaltigen Verhalten begreift, seine Möglichkeiten erkennt und sie engagiert umsetzt. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 24. November 2026 Frank Deppe wird über eine Welt in einem Umbruch von historischer Tragweite sprechen. Die 500-jährige Dominanz Europas und der USA über den Rest der Welt geht zu Ende. Es entsteht eine multipolare Weltordnung. Neue Akteure aus dem globalen Süden steigen auf und haben ein weltpolitisches Gewicht wie nie zuvor. Alte Bündnissysteme verfallen; die USA bewegen sich auf ein autoritäres System zu. Der Umbruch wirft viele neue Fragen auf, ist von Gewalt und Kriegen begleitet. Welche Herausforderungen entstehen dabei für Deutschland und die Europäische Union? gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 1. Dezember 2026 Im frühen 20. Jahrhundert gelangte die Ansichtskarte, nicht zuletzt dank engagierter Hanauer Firmen, zu einiger Bedeutung. Man schrieb sich in Zeiten ohne Telefon und Internet Grüße aus nah und fern und dokumentierte zugleich das Stadtbild des besuchten Ortes. Die Ansichtskarte war gleichsam ein frühes Selfie - nur eben ohne eigenes Konterfei. Vom alten Hanau gibt es nach vorsichtigen Schätzungen ca. 3000 Ansichtskarten, nicht gerechnet die zahlreichen hier gedruckten Grußkarten zu allen Anlässen. Aus diesem Fundus schöpft der Marköbler Journalist Werner R. Kurz bei seinem Vortrag über Hanaus Stadtbild in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf zeitgenössischen Ansichtskarten. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 8. Dezember 2026 Die deutsche Literatur der sechziger Jahre beginnt bereits 1959 und mit einem Paukenschlag: Der Blechtrommel von Günter Grass. Danach ist alles anders. Die lange verdrängten Verbrechen der NS-Zeit werden zum Thema in Romanen und Theaterstücken, wie Der Ermittlung von Peter Weiss, Der Stellvertreter von Rolf Hochhuth oder der Deutschstunde von Siegfried Lenz. Heinrich Böll, Martin Walser, Hans Magnus Enzensberger oder Marie-Luise Kaschnitz üben Kritik an der Bundesrepublik, die es sich im Wirtschaftswunder gemütlich eingerichtet hat. Ingeborg Bachmann, Christa Wolf oder Brigitte Reimann schreiben über weibliche Erfahrungen im demokratischen und im kommunistischen Teil Deutschlands. Und junge Wilde wie Peter Handke oder Heiner Müller sorgen mit ihren Theaterstücken für respektable Skandale. Hans Sarkowicz wird einen Gang durch die Literatur dieser Zeit unternehmen. Ihn begleiten dabei wieder zahlreiche prominente Originalstimmen. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Vortrag am Dienstag, 15. Dezember 2026 Ulrich I. (um 1260-1306) legte durch sein strategisches Handeln die Grundsteine für die zukünftige Bedeutung seiner Familie als Herren von Hanau, die ab 1429 den Titel Grafen führten. Eine entscheidende Weichenstellung für die Herrschaft im Spessart war seine Heirat mit Gräfin Elisabeth von Rieneck, die auf Initiative des Mainzer Erzbischofs zustande kam. Diese Verbindung ermöglichte die Übernahme von Steinau und den vorübergehenden Besitz der Burg Steckelberg, wodurch sich die Expansion entlang der Kinzig eröffnete. Ein wesentlicher Faktor für seinen Erfolg war seine enge Anbindung an die königliche Macht, im Gegensatz zu den Erzbischöfen von Mainz, die seither als Konkurrenten der Hanauer auftraten. gebührenfreie Veranstaltung dank IGHA und HGV Anmeldung erwünscht
Ausstellung im Kunstmuseum Wiesbaden vom 23. Oktober 2026 – 21. Februar 2027 Erstmals widmet sich ein großangelegtes Ausstellungsprojekt den Künstlerinnen, die mit dem 1912 in München gegründeten „Blauen Reiter“ in Zusammenhang stehen und unmittelbar an neuen Wegen in der modernen Kunst mitgewirkt haben. Gezeigt wird, welch großen Anteil diese Frauen an der Entwicklung und Etablierung der Bewegung des „Blauen Reiters“ hatten. Mit ihren Ideen und Lebenskonzepten trugen vor allem diese Malerinnen maßgeblich zur Entstehung einer avantgardistischen, expressiv ausgerichteten Kunst bei: Erma Bossi – Sonia Delaunay-Terk – Elisabeth Epstein – Natalja Gontscharowa – Maria Franck-Marc – Else Lasker-Schüler - Gabriele Münter – Carla Pohle - Marianne von Werefkin. Wo stellten die Malerinnen aus, wen kannten sie, wer förderte sie? Die Antworten auf viele dieser Fragen verdeutlichen, wie Selbstbehauptung, Emanzipation und künstlerischer Aufbruch dieser Frauen sich in einem internationalen Umfeld abspielten und dabei an gesellschaftliche Grenzen stießen. Oftmals agierten sie im Hintergrund, doch ihre Rolle als Impulsgeberinnen war bedeutend und nachhaltig. Der Blick auf das Schaffen der Malerinnen geht dabei von den Jahren vor dem 1. Weltkrieg aus und erweitert sich auf ihre späteren Schaffensphasen, um damit die charakteristischen Eigenheiten im jeweiligen Oeuvre aufzuzeigen. Die Präsentation ist als Kooperation des Museums Wiesbaden mit der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München und dem Paula Modersohn-Becker-Museum in Bremen sowie der Fondazione Marianne Werefkin in Ascona entstanden. Bis Sommer 2027 wird die Ausstellung auch in den genannten Institutionen gezeigt werden. Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten anlässlich des 150. Geburtstages von Gabriele Münter, der die UNESCO 2027 ein Gedenkjahr widmet.