Kurse nach Themen
Den Blick "schärfen" am Beispiel der Proportionen des menschlichen Körpers bildet den Schwerpunkt dieses Kurses. Der menschliche Akt bildet Grundlage und Mittelpunkt künstlerischen Schaffens von der Historie bis zur zeitgenössischen Kunst. Wir erarbeiten schrittweise die entsprechenden perspektivischen Gesetzmäßigkeiten, sowie das Volumen eines Körpers, um ihn treffend auf die Fläche zu übertragen. An Seite der klassischen Studien beinhaltet dieser Kurs ebenso experimentelle Verfahren, die die jeweilige individuelle künstlerische Neigung der Teilnehmer/innen zu fördern suchen. Dieser Kurs ist besonders für diejenigen geeignet, die eine Mappe zur Bewerbung für ein Kunststudium erstellen möchten. Grundlagenkenntnisse im perspektivischen Zeichnen erleichtern die Aktstudie, werden jedoch nicht vorausgesetzt. Bitte mitbringen Bleistift, Graphit, Kohle, Rötel, Pastell, Aquarell oder Tusche, und einen Zeichenblock DIN A3 oder größer. Der Kurs findet in der Begegnungsstätte statt, Alfred-Delp- Str.10, 63450 Hanau. Kursausfall? Muss nicht sein! Wenn für einen Kurs zu wenige Anmeldungen vorliegen, fällt er aus. So war es früher. Heute gibt es zwei Möglichkeiten: 1) Die Kursgebühr wird (bei unveränderter Stundenzahl) erhöht. 2) Die Stundenzahl wird (bei unveränderter Kursgebühr) verringert. Dazu erhalten Sie zu Beginn Ihres Kurses von der VHS ein schriftliches Angebot mit beiden Möglichkeiten. Nachdem Sie sich im Kurs geeinigt haben und dies mit Ihrer Unterschrift bestätigt haben, kann Ihr Kurs stattfinden.
Diese Kurse richten sich an alle, die Interesse haben Schmuck selbst zu entwerfen und zu fertigen. Die ersten Arbeiten werden mit Hilfe des Wachsausschmelzverfahrens gefertigt ; dies ermöglicht es, sofort die eigenen Ideen umzusetzen. Parallel dazu sollen die Grundtechniken Sägen, Feilen und Löten erprobt werden. Mit Hilfe der Grundtechniken werden dann die Entwürfe der Teilnehmer, die in Absprache mit dem Kursleiter erstellt wurden, realisiert. Materialkosten in Höhe von 15 € sind im Preis enthalten.
Dieser Kurs soll eine Erweiterung des Ausdrucks ermöglichen. Freies individuelles Arbeiten steht im Vordergrund, ob Zeichnen auf dem Papier, Malerei pur oder deren Verknüpfung mit Zeichnung oder Collage. Denn erst mit Kentniss der unterschiedlichen Techniken können Sie die jeweils treffenste für Ihre Bildidee anwenden. Hierzu erhalten Sie praktische und theoretische Anleitung vom Kursleiter. Diese werden je nach Bedarf in der Gruppe sowie individuell anhand von Beispielen vermittelt. Es kann gegenständlich, abstrakt oder konkret- je nach persönlicher Neigung- mit Öl-, Acryl-, Eitempera- oder Aquarellfarbe gemalt werden, mit Tusche, Kohle-, Sepia-, Rötel- oder Pastellkreide gezeichnet bzw. mit allen möglichen Materialien collagiert werden. Dieser Kurs ist besonders für diejenigen geeignet, die eine Mappe zur Bewerbung für ein Kunststudium erstellen möchten.
Dieser Kurs richtet sich an alle, die Interesse am Saxophonspielen haben und den Grundlagen-Workshop besucht haben oder bereits über Vorkenntnisse verfügen. Hier werden die Themen des Grundlagen-Workshops weitergeführt und vertieft. Bitte mitbringen: ein Instrument (eine Ausleihe ist im Fachgeschäft möglich), ein Notenheft, einen Stift und einen Notenständer.
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne ..." Hermann Hesse Acrylfarben sind einfach in ihrer Handhabung und die vielseitigsten Malfarben überhaupt. Mit ihnen lassen sich sowohl pastose wie wässrige Techniken leicht ausführen, die sonst den Öl- bzw. den Aquarellfarben vorbehalten sind. Ob abstrakt oder realistisch, altmeisterlich lasierend oder pastos gespachtelt, ob Schicht für Schicht in Acryl oder Alla Prima (in einem Arbeitsgang) in Öl, um nur einige Möglichkeiten zu nennen; in diesem Kurs können Sie unter fachkundiger Anleitung ausprobieren, welche Malerei Ihre zukünftige Leidenschaft werden wird. Ein einleitender theoretischer Teil und kleine Übungen werden Ihnen die Grundlagen der Malerei (Materialkunde, Bildaufbau, Farbenlehre, Komposition usw.) näher bringen und dabei helfen Ihre Wunschmotive nachzuarbeiten oder eigene Bildideen umzusetzen. Bitte mitbringen: dickes Zeichenpapier DIN A 3, verschiedene Stifte, Farben und Pinsel falls vorhanden, Lappen, Papiertücher und einen großen weißen Teller.
Es gibt viele Menschen, die schreiben für sich allein im stillen Kämmerlein, bleiben aber im Schreibprozess stecken. Manchmal ist auch schon ein längerer Text entstanden, der in der Schublade ruht, weil hilfreiche Rückmeldungen fehlen. Warum die Begeisterung am kreativen Schreiben nicht mit anderen Interessierten teilen? Diese Schreibwerkstatt bietet Zeit und Raum, um mehr über das literarische Handwerkzeug zu erfahren, den Ausdruck, zu verbessern, die eigenen Texte der Gruppe vorzustellen und in kreativen Schreibübungen neue Impulse zu erhalten. Ziel sollte es sein, dass das geschriebene Wort Bilder zeichnet und alle Sinne anspricht, um den Leser mitzunehmen, auf eine phantastische Reise, hin zu neuen Welten und neuen Erfahrungen. Dieses Angebot richtet sich an Personen mit und ohne Vorkenntnisse.
Die Stimmung und Atmosphäre unserer Umgebung mit Stift und Pinsel einfangen. Einfach erfassen, erleben und skizzieren, was man sieht, fühlt und hört. Wir arbeiten unter freiem Himmel in Hanau und der näheren Umgebung. Landschaft ist dabei alles, was sich um uns herum befindet: Stadt, Architektur, Park, Straße, Natur, Pflanzen, Wasser, aber auch Menschen, Tiere, Fahrzeuge, Himmel, Wolken, Licht und Schatten, Wind und Hitze, Kälte und Lärm, Stille und Musik. Die ausgewählten Motive sind Hanauer Sehenswürdigkeiten. Die Interpretation des Motivs und der Stil der Darstellung sind der Kreativität der Teilnehmer überlassen. Die Darstellung kann gegenständlich, originalgetreu, verfremdet oder abstrahiert sein und erfolgt ganz nach den Fähigkeiten, der Sichtweise und dem Ausdruckswunsch der Teilnehmer. Im Kurs bekommen die Teilnehmer Tipps zum Aufbau eines Landschaftsbildes, zum perspektivischen Darstellen, zum Erzeugen von Räumlichkeit und Bildtiefe. Außerdem wird der Blick für Motive geschult und die schnelle Darstellung mit Skizzen geübt. Nach einer kurzen Einführung suchen die Teilnehmer ihre Positionen in der näheren Umgebung des Hauptmotivs. Kleine Aufgaben sollen an die Kunstgattung des Landschaftsbildes heranführen und die Unterschiede zur Ateliermalerei hervorheben. Die Wahl der Materialien und Techniken ist den Teilnehmern freigestellt, aber es ist zu bedenken, dass Draußenarbeiten Wetter- und Tageszeitabhängig ist. Kleinformatige Blätter DIN A 5 bis A 3 mit fester Unterlage oder Blocks sind für Skizzen draußen besser geeignet als größere. Für die zeichnerische Darstellung eignen sich Stifte unterschiedlicher Art, wie Blei- und Farbstifte, Kugelschreiber, Filzstifte etc.. Für Kolorierung und malerische Arbeiten können Aquarellstifte und -farben und dafür geeignete Malutensilien verwendet werden. Nach Kursbuchung kann beim Kursleiter vorab eine Empfehlung für Material und Ausrüstung angefragt werden (bitte E-Mail- Adresse angeben). Alle Materialien, Utensilien und Ausrüstungsgegenstände sind von den Teilnehmern selbst mitzubringen. Der Kurs findet bei jedem Wetter statt. Wetterangepasste Kleidung und Ausrüstung ist entsprechend vorzusehen. Motive dieses Kurses sind der Marktplatz und das Neustädter Rathaus in Hanau. Treffpunkt ist der Marktplatz vor dem Brüder Grimm Denkmal.
Ein Vortrag begleitend zur Ausstellung „Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“ im Städel Museum Frankfurt vom 19. März bis 5. Juli 2026 Das normannische Fischerdorf Étretat an der Atlantikküste entwickelte sich um 1850 zu einem beliebten Seebad und Urlaubsort des Pariser Bürgertum. Zugleich wurde es wegen seiner charakteristischen, imposanten Klippenlandschaft auch ein begehrter Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle. Die kunsthistorisch bedeutenden Wellen-Gemälde des Realisten Gustave Courbet entstanden hier, wo sich der Komponist Jacques Offenbach eine imposante Villa bauen ließ. Und dem Schriftsteller Guy de Maupassant gelang es, Étretat zu einem literarischen Sehnsuchtsort zu erheben. Die nachhaltigste Wirkung hatte die einzigartige Steilküste mit ihren drei Felsentoren, der Porte d´Amont, der Porte d´Aval und der Manneporte, aber auf den Maler Claude Monet, der intensiv vor Ort malte. Erstmals schuf der Hauptvertreter des Impressionismus unter den sich permanent verändernden Licht- und Wetterverhältnissen malerische Motivreihen, die sich schließlich zu einem seiner Markenzeichen entwickeln sollten. Bei sechs Aufenthalten von 1868 bis 1916 schuf er etwa 80 Gemälde mit Motiven der Alabasterküste. Die in Zusammenarbeit von Städel Museum und Musée des Beaux-Arts de Lyon konzipierte Ausstellung führt vor, welchen Einfluss dieses ehemalige Fischerdorf auf die Malerei der Moderne hatte und wie der Mythos Étretat bis heute nachwirkt und seine Ambivalenz in den Menschenströmen des internationalen Tourismus zeigt, die heute zu einer gravierenden Bedrohung der Steilküste werden. Herausragende Gemälde, Zeichnungen und Fotografien, darunter auch Werke von Eugène Boudin, Georges Braques, Henri Matisse, Félix Valloton und vielen anderen, führen vor, welch große Anziehungskraft dieser Ort auf Kunstschaffende hatte und bis heute hat.
Beide Regisseure wurden 1945 kurz nach Ende des 2. Weltkriegs geboren, beide kannten sich von ihrem Studium an der Hochschule für Film und Fernsehen in München – sie gehörten dem ersten Jahrgang an, der dort ausgebildet wurde – und dennoch unterscheidet sich ihr Filmschaffen gravierend. In seinem kurzen Leben war Rainer Werner Fassbinder äußerst produktiv und schuf 45 Spielfilme und 25 Theaterstücke. Dabei schrieb er selbst die Drehbücher, inszenierte, drehte und produzierte durchweg in Deutschland. Mit Filmen wie „Angst essen Seele auf“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Lola“ oder der TV-Serie „Berlin Alexanderplatz“ realisierte er beispiellose Gesellschaftsdokumente. In ihnen analysiert er zwischenmenschliche Beziehungen und behandelt zeitlose Themen wie Antisemitismus, Migration und Außenseitertum in jeglicher Form. Der international gefeierte Filmemacher und Künstler Wim Wenders wurde mit Filmen wie „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ (1972) und „Falsche Bewegung“ (1975) nach Vorlagen von Peter Handke oder „Alice in den Städten“ (1973/1974) sowie „Der Amerikanische Freund“ (1977) nach einem Roman von Patricia Highsmith bekannt. Weitere filmische Meilensteine waren „Paris, Texas“, der 1984 in Cannes die Goldene Palme erhielt, und „Der Himmel über Berlin“ (1987). Für „Buena Vista Social Club“ (1999) erhielt er eine Oscar-Nominierung und den Europäischen Filmpreis. 2024 wurde „Perfect Days“ (2023) für einen Oscar nominiert. Gemeinsam ist den beiden Regiegrößen auch, dass sie Schauspielerinnen und Schauspieler mit ihrem Filmen zu Stars machten. Bei Fassbinder sind es unter anderem Hanna Schygulla und Barbara Sukova, die nach seinem frühen Tod auch international reüssierten. Durch Wenders erlangten unter anderem Nastassja Kinski, Otto Sander und Bruno Ganz internationale Anerkennung.
Der Maler, Zeichner und Graphiker Emil Nolde (1867 – 1956), geboren als Hans Emil Hansen in Nolde, war einer der eigenständigsten Künstlerpersönlichkeiten der deutschen Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Tod jährt sich 2026 zum 70. Mal. Nach impressionistischen Anfängen entwickelte er sich unter dem Einfluss der Kunst von Vincent van Gogh und Edvard Munch zu einem der Hauptvertreter des Expressionismus. Die Themen seiner farbintensiven Bilder reichen von Szenen aus dem Großstadtleben über Stillleben und Figurenbilder bis zu Landschaften, unter denen seine Meer-Bilder eine besondere Qualität und Intensität erzielen. Unter dem Motto „Emil Nolde. Welt und Heimat“ bot eine vom Museum Würth 2 und der Nolde Stiftung Seebüll organisierte Ausstellung vom 7. April bis zum 28. September 2025 in Künzelsau grundlegende Einblicke in die vielfältige Motivwelt und die unterschiedlichen Schaffensphasen des Künstlers. Eine Auswahl der dort gezeigten Werke wird im Vortrag vorgestellt. Leben und Werk Noldes werden dabei ebenso thematisiert wie seine verstörende politische Gesinnung und sein Eintreten für eine nordische Kunst in der NS-Zeit.